Empfangsbereich MVZ St. Kamillus

Breites Leistungsspektrum

Im Bereich Chirurgie und Proktologie verfügen wir über ein breites Leistungsspektrum. Wir bieten unseren Patienten Beratung, Diagnostik und die Behandlung von Erkrankungen rund um After und Enddarm (Proktologie), Erkrankungen der Haut und des Unterhautfettgewebes, Erkrankungen der Schilddrüse und des Bauchraums sowie bei Bauchwandbrüchen (Hernien).

Proktologie
Die Spezialisierung auf die Erkrankungen des Darms und des Darmausgangs betrifft ein Gebiet besonders sensibler Krankheitsbilder. Neben der fachlichen Kompetenz ist uns das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient besonders wichtig. Gerade im Bereich der Erkrankungen des Afters und des Enddarms ist es für Patienten oft nicht einfach, ihre Scham zu überwinden. Häufig suchen Patienten deshalb erst spät einen Arzt auf. Wir möchten Ihnen diese Scham nehmen: Ein respektvoller Umgang mit Ihnen und der Aufbau einer Vertrauensbasis sind für uns selbstverständlich und wichtig. Im einzelnen behandeln wir folgende Krankheitsbilder:

Hämorrhoiden sind ein Teil des Enddarms und dienen dem Feinverschluss des Afters. Das Gewebe von Hämorrhoiden ist gut durchblutet und wirkt wie ein Schwellkörper. Erst wenn sich Bereiche der Hämorrhoiden erweitern oder sich Gewebe aus dem After herausdrückt, kommt es zu Beschwerden. Jeder zweite über 50 leidet an Hämorrhoiden. Das kann ein Druckgefühl, Jucken oder Nässen sein. Gerne beraten wir Sie über Therapiemöglichkeiten.

Anale Fisteln und Abszesse kommen isoliert, aber auch bei systemischen Erkrankungen wie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, vor. Ihre Symptome sind Nässen, Stuhlinkontinenz oder ein starker Juckreiz. Wir helfen Ihnen.

Stuhlschwäche und Inkontinenz können viele Ursachen haben. Unbehandelt führt die Krankheit häufig zur sozialen Isolation. Es gibt vielfältige Therapien den Betroffenen zu helfen. Sie können sich vertrauensvoll an uns wenden.
Anale Blutungen müssen abgeklärt werden. Sie sind ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Bitte vereinbaren Sie bei analen Blutungen schnellstmöglich einen Termin.

Analer Juckreiz kann von einer allergischen Reaktion bis hin zu einer Infektion oder Diabetes viele Ursachen haben. Hält der Juckreiz länger an oder tritt immer wieder auf, sollten Sie einen Termin mit uns vereinbaren.

Sinus pilonidalis (Haarnestfistel, Haarnestgrübchen) ist eine eitrige Entzündung im Unterhautfettgewebe über dem Steißbein, die Fisteln (Gänge) und Abszesse (eitrige Höhlen) bildet und ohne Operation nicht ausheilt.
 
Erkrankungen der Haut und des Unterhautfettgewebes

Viele krankhafte Veränderungen der Haut, der Nägel, des Unterhautfettgewebes sowie des darunterliegenden Weichteilgewebes können im Rahmen eines kleinen ambulanten Eingriffs mit lokaler Betäubung entfernt werden. 

Gewebeproben zum Nachweis einer krankhaften Veränderung oder zum Ausschluss eines bösartigen Tumors können oftmals in einer örtlichen Betäubung entnommen werden. 

Die Eröffnung von größeren Abszessen (Gewebe-Eiterungen) und das Ausschneiden kleinerer Abszesse sowie die Nachbehandlung werden ebenfalls ambulant hier im MVZ St. Kamillus durchgeführt.

 

Erkrankungen der Schilddrüse

Die Schilddrüse befindet sich am Hals vorne unterhalb des Kehlkopfs. Sie ist ein wichtiges Stoffwechselorgan. Sie bildet aus einem Eiweißkörper und Jod ein Hormon, das auf den gesamten Körper wirkt. Durch eine vermehrte Hormonproduktion in einzelnen Arealen oder der gesamten Schilddrüse kann es zu einer Überfunktion kommen. Aus einer verminderten Hormonproduktion in einzelnen Bezirken oder der gesamten Schilddrüse kann eine Unterfunktion resultieren. Auch können sich Schilddrüsenhormon produzierende (sog. warme) und stoffwechselinaktive (sog. kalte) Knoten bilden. Kalte Knoten bergen ein höheres Krebsrisiko. 

Gerne beraten wir Sie, führen die erforderliche Diagnostik durch und koordinieren die eventuell erforderlichen, ergänzenden Untersuchungen. Anschließend besprechen wir mit Ihnen die erhobenen Befunde und zeigen mögliche Therapien auf. Wir unterstützen Sie bei der Entscheidungsfindung, ob und wann ein operativer Eingriff erforderlich ist.

 

Erkrankungen des Bauchraums

Erkrankungen des Bauchraums beinhalten Beschwerden an Magen, Darm, Gallenblase, Speiseröhre, Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz, oder Nebennieren

Wir beraten Sie bei endokrinologischen und viszeralchirurgischen Erkrankungen und führen die präoperative Vorbereitung und die postoperative Nachsorge im MVZ St. Kamillus durch - hierbei decken wir unter anderem folgende Krankheitsbilder ab:

  • Gallensteinleiden
  • Reflux-Erkrankung bei Hiatushernie (Zwerchfellbruch)
  • Gutartige und bösartige Tumore
  • Divertikel der Speiseröhre und des Darms
  • Neuroendokrine Tumore
  • Stenosen des Bauchspeicheldrüsengangs und Zystenbildung
  • Nebennierentumore

 

Bauchwandbrüche (Hernien)
Unter Bauchwandbrüchen versteht man die Vorwölbung der inneren Hüllschicht (Bauchfell) durch eine bestehende Lücke in der Bauchwand (zum Beispiel Nabel, Leistenkanal). Dieser sogenannte Bruchsack kann Anteile des großen Netzes oder Darmanteile (bevorzugt Dünndarm) enthalten. Treten Beschwerden auf oder besteht das Risiko der Einklemmung von Darmanteilen, so wird der operative Verschluss erforderlich.

Nabelbrüche und einseitige Leistenbrüche können meist  ambulant operativ versorgt werden. Nabelbruchpforten bis 2 cm Durchmesser sowie Leistenbrüche bei Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr und bei vielen Frauen können mittels Nahtverfahren verschlossen werden. Ansonsten ist die operative Versorgung unter Verwendung eines leichtgewichtigen Kunststoffnetzes erforderlich. Wir beraten Sie gerne. Im einzelnen behnadeln wir folgende Krankheitsbilder:

Nabelbruch: Der Nabel ist die erste Narbe unseres Lebens. Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt und bei der nachfolgenden Heilung kann eine kleine Lücke bestehen bleiben. Diese kann im Laufe der Zeit größer werden und insbesondere bei Anspannung der Bauchdeckenmuskulatur zu Beschwerden führen.

Leistenbruch: Beim Mann verlagert sich der Hoden vom Bauchraum durch den Leistenkanal in den Hodensack. Dabei schließt sich die Durchtrittsstelle durch die Bauchwand nicht vollständig. Auch hier kann im Laufe des Lebens diese Öffnung größer werden, oder in dem Boden des Leistenkanals tritt eine weitere Lücke auf. Bei der Frau besteht die Möglichkeit, dass im Leistenkanal entlang des Mutterbandes das Bauchfell nicht ausreichend verklebt ist und dadurch ein Leistenbruch auftritt. Eine besondere Form des Leistenbruchs ist der sogenannte Schenkelbruch: Hier stülpen sich Fettgewebe und die innere Hüllschicht der Bauchwand – entlang der großen Beingefäße unterhalb des Leistenkanals – zum Oberschenkel hin aus.

Narbenbruch: Tritt nach einer Operation eine Lücke in der Operationsnarbe auf, so sprechen wir von einem Narbenbruch – bei Hernien von einer sogenannten Rezidivhernie (Wiederholungsbruch). Auch hier ist bei Auftreten von Beschwerden oder bestehendem Risiko der Einklemmung von Darmanteilen der operative Verschluss (mit einem Kunststoffnetz) erforderlich.