Bauchwandbrüche (Hernien)

Unter Bauchwandbrüchen versteht man die Vorwölbung der inneren Hüllschicht (Bauchfell) durch eine bestehende Lücke in der Bauchwand (zum Beispiel Nabel, Leistenkanal). Dieser sogenannte Bruchsack kann Anteile des großen Netzes oder Darmanteile (bevorzugt Dünndarm) enthalten. Treten Beschwerden auf oder besteht das Risiko der Einklemmung von Darmanteilen, so wird der operative Verschluss erforderlich.

Nabelbrüche und einseitige Leistenbrüche können meist  ambulant operativ versorgt werden. Nabelbruchpforten bis 2 cm Durchmesser sowie Leistenbrüche bei Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr und bei vielen Frauen können mittels Nahtverfahren verschlossen werden. Ansonsten ist die operative Versorgung unter Verwendung eines leichtgewichtigen Kunststoffnetzes erforderlich. Wir beraten Sie gerne.

Nabelbruch

Der Nabel ist die erste Narbe unseres Lebens. Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt und bei der nachfolgenden Heilung kann eine kleine Lücke bestehen bleiben. Diese kann im Laufe der Zeit größer werden und insbesondere bei Anspannung der Bauchdeckenmuskulatur zu Beschwerden führen. 

Leistenbruch

Bei dem Mann verlagert sich der Hoden vom Bauchraum durch den Leistenkanal in den Hodensack. Dabei schließt sich die Durchtrittsstelle durch die Bauchwand nicht vollständig. Auch hier kann im Laufe des Lebens diese Öffnung größer werden, oder in dem Boden des Leistenkanals tritt eine weitere Lücke auf. 

Bei der Frau besteht die Möglichkeit, dass im Leistenkanal entlang des Mutterbandes das Bauchfell nicht ausreichend verklebt ist und dadurch ein Leistenbruch auftritt.

Eine besondere Form des Leistenbruchs ist der sogenannte Schenkelbruch: Hier stülpen sich Fettgewebe und die innere Hüllschicht der Bauchwand – entlang der großen Beingefäße unterhalb des Leistenkanals – zum Oberschenkel hin aus.

Narbenbruch

Tritt nach einer Operation eine Lücke in der Operationsnarbe auf, so sprechen wir von einem Narbenbruch – bei Hernien von einer sogenannten Rezidivhernie (Wiederholungsbruch). Auch hier ist bei Auftreten von Beschwerden oder bestehendem Risiko der Einklemmung von Darmanteilen der operative Verschluss (mit einem Kunststoffnetz) erforderlich.

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